AG Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Vorwuerfe gegen UNICEF-Deutschland muessen lueckenlos aufgeklaert wer

Veröffentlicht am 06.02.2008 in Bundespolitik

Zu den Vorwuerfen gegen die Geschaeftsfuehrung von UNICEF Deutschland sowie zum Ruecktritt von Heide Simonis als Vorsitzende erklaeren der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sascha Raabe und Christel Riemann-Hanewinckel, Mitglied fuer die SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen Komitee fuer UNICEF:

Zu den Vorwuerfen gegen die Geschaeftsfuehrung von UNICEF Deutschland sowie zum Ruecktritt von Heide Simonis als Vorsitzende erklaeren der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sascha Raabe und Christel Riemann-Hanewinckel, Mitglied fuer die SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen Komitee fuer UNICEF:

Wir bedauern den Ruecktritt von Heide Simonis als Vorsitzende von UNICEF Deutschland, halten ihren Schritt aber fuer konsequent und nachvollziehbar. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Vorsitzenden und dem Vorstand war offensichtlich nicht mehr gegeben. Nun kommt es darauf an, die Vorgaenge bei UNICEF Deutschland so schnell wie moeglich lueckenlos aufzuklaeren.

Es stehen schwerwiegende Vorwuerfe gegen die amtierende Geschaeftsfuehrung im Raum, die dem Bild von UNICEF Deutschland in der Oeffentlichkeit bereits nachhaltig geschadet haben. Die wichtige Arbeit von UNICEF hierzulande und in anderen Laendern wird dadurch erheblich gefaehrdet. Wir fordern die Geschaeftsfuehrung auf, die erhobenen Vorwuerfe unverzueglich und vollstaendig zu entkraeften oder gegebenenfalls die persoenlichen Konsequenzen zu ziehen.

Den Vorstand von UNICEF Deutschland fordern wir auf, sich dem Reformprozess, den Heide Simonis angeregt hat, nicht weiter zu verschliessen. Insbesondere im sensiblen Bereich der Spendenaquise muss voellige Transparenz herrschen.
Provisionsvereinbarungen und Beratertaetigkeiten auf der Grundlage unverbindlicher muendlicher Absprachen zeugen nicht von einem serioesen Geschaeftsgebaren, das fuer eine Organisation wie UNICEF Deutschland unabdingbar ist. Die Verantwortlichen von UNICEF Deutschland muessen jetzt alles daran setzen, verlorengegangenes Vertrauen zurueckzugewinnen.
Das wird nur gelingen, wenn die bestehenden Strukturen grundlegend ueberdacht und ueberzeugende Loesungen fuer die Zukunft gefunden werden.

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