Alternative Wohnformen für Senioren

Veröffentlicht am 12.05.2014 in Aktionen

Eine interessante Diskussionsrunde mit den Initiatoren Frau Licht und Herrn Pusch

Besuch in einer Senioren-Wohngemeinschaft auf einem Bauernhof in Marienrachdorf

Wie und wo kann ich meinen Lebensabend verbringen? Eine Frage, die viele Senioren beschäftigt, wobei an erster Stelle der Wunsch steht, in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Viele Hilfsmöglichkeiten werden heute angeboten, jedoch bleibt oft nur der Umzug in ein Seniorenheim als letzte und endgültige Lösung.

Mitglieder der AG 60plus Vulkaneifel und Cochem-Zell sowie unsere Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt informierten sich am 12.05.2014 über alternative Wohnformen und besichtigten eine Senioren-WG in Marienrachdorf. Ein beindruckendes Projekt und vor allen Dingen für Senioren im ländlichen Raum eine optimale Möglichkeit, ihren Lebensabend in der gewohnten Umgebung verbringen zu können.

Auf dem Gelände eines noch aktiv bewirtschafteten Bauernhofes befinden sich zwei betreute Wohngemeinschaften. Eine WG in dem umgebauten Wohnhaus aus dem Jahre 1771,  und eine WG in dem an dieses Haus anschließenden Neubau. Insgesamt können 16 Seniorinnen und Senioren dort wohnen.

Der Besitzer Guido Pusch (Enkel der früheren Besitzerin) und die Inhaberin eines Pflegedienstes Cornelia Licht haben das Projekt initiiert. Beide erklärten ausführlich und mit Begeisterung die Idee, die Realisierung sowie den laufenden Betrieb dieser ungewöhnlichen Wohnform für ältere Menschen. Besonderen Wert legen sie dabei auf familiäre Strukturen mit der Möglichkeit sich - wenn gewünscht - aktiv einzubringen. Haus und Hof bieten hierfür vielfältige Abwechslungen und dies alles zu bezahlbaren Preisen (Zimmer mit Verpflegung 1.200 €).

Nicht nur im Hinblick auf den demografischen Wandel wird in Deutschland ein Umdenken erforderlich sein. Neue bezahlbare Wohnformen und Initiatoren, die wie in Marienrachdorf diese mit viel Idealismus umsetzen, sind dabei ein Glücksfall. Aber auch die Stärkung der häuslichen Pflege und eine bessere Unterstützung der Familien die sich oft über Jahre bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit um Angehörige kümmern, sind Anforderungen an die Politik. Rheinland-Pfalz hat sich bereits unter der früheren Sozialministerin und jetzigen Ministerpräsidentin Malu Dreyer klar für die Förderung neuer Wohnformen ausgesprochen.

Es wäre schon ein enormer Fortschritt, wenn sich ältere Menschen in unserem Land frei zwischen einem Seniorenheim und einer alternativen Wohnform wie z.B. einer Senioren-WG entscheiden könnten. Vielleicht könnte man ja auch bei unseren Nachbarn in den skandinavischen Ländern etwas dazu lernen. Wir hoffen dies sehr – es würde uns allen früher oder später zu Gute kommen.

 
 

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