Falsches Signal für die Eifelquerbahn

Veröffentlicht am 14.12.2012 in Pressemitteilung

Schienenbus-VT-98. Im Volksmund auch - Ferkeltaxi - genannt.

Durch eine Mehrheitsentscheidung zur Zukunft der Eifelquerbahn hat der Kreistag des Vulkaneifelkreises am 10.12.2012 ein falsches Signal gesetzt. Mit einer knappen Mehrheit von BUV, sowie Teilen der CDU, FDP und FWG wurde der Landrat nicht dazu ermächtigt, bei der Verbandsversammlung des SPNV Nord am 18.12.2012 für eine Reaktivierung der Eifelquerbahn für den fahrplanmäßigen Verkehr zu stimmen.

Die SPD-Kreistagfraktion hat sich mit guten Argumenten einstimmig für den Beschlussvorschlag des Landrats eingesetzt, konnte sich aber trotz der aufgezeigten fatalen Konsequenzen dieses Beschlusses für die Verkehrsinfrastruktur in unserer Eifelregion gegen eine knappe Mehrheit der Gegner der Reaktivierung nicht durchsetzen.

Für die SPD sind die erforderlichen Infrastruktur-Investitionen wegen der Gesamtbedeutung der Strecke durchaus gerechtfertigt und auch nachhaltig, wenn auf der Strecke der größtmögliche Nutzen durch den fahrplanmäßigen SPNV, die Freizeitverkehre und den Güterverkehr erreicht wird.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verbandsversammlung am 18.12. vor dem Hintergrund dieses Signals aus dem Vulkaneifelkreis zur Reaktivierung verhält, zumal die Landräte aus den beiden Nachbarkreisen sich für eine Reaktivierung ausgesprochen haben.

Fraglich ist, ob die Weichen für eine Reaktivierung umgestellt werden können und welche Wirkungen dieses falsche Signal aus dem Vulkaneifelkreis danach bei den Entscheidungsträgern im Land zeigt. Die Gegner der Reaktivierung haben ihre ablehnende Haltung mit der Verschwendung von Steuergeldern wegen der sehr hohen Investitionskosten und durch die ihrer Meinung nach zu geringen Nachfrage und der fehlenden Effizienz bei der Nutzung der Strecke im ÖPNV begründet.

Die SPD-Fraktion sieht durch den derzeitigen Beschluss die gesamte Eifelquerbahn von Kaisersesch nach Gerolstein in Gefahr. Insbesondere wurde von der SPD im Kreistag darauf hingewiesen, dass mit dieser Entscheidung auch der Tourismusverkehr und Güterverkehr in Gefahr ist, eingestellt zu werden, weil es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Freizeitverkehren und dem regelmäßigen SPNV mit den dafür erforderlichen Investitionen gibt.

Die in 2012 erstellte Nutzen-Kosten –Analyse, in der die Reaktivierung als wirtschaftlich nicht vertretbar dargestellt wird, ist wegen der in der Höhe nicht ganz nachvollziehbaren Investitionskosten in die Infrastruktur für die SPD keine geeignete Grundlage, die Reaktivierung nicht in Angriff zu nehmen.

Vielmehr darf auch die Nutzen-Kosten- Untersuchung nicht als alleiniges Kriterium für eine Reaktivierung in Betracht gezogen werden.

 
 

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