Müllgebühren bleiben stabil

Veröffentlicht am 10.12.2013 in Kommunales

09. Dezember 2013 | TV | Dauner Zeitung | Autor: Mario Hübner

Die Müllgebühren im Kreis Vulkaneifel bleiben auch im kommenden Jahr gleich - trotz Neuausschreibung der Abfuhr und erwarteten Defizits. Der Kreistag beschloss, auf die zur Kostendeckung notwendige Erhöhung zu verzichten und zum Ausgleich rund 400 000 Euro von der hohen Kante zu nehmen.

Gute Nachricht für alle Bürger: Die Müllgebühren für private Haushalte im Kreis Vulkaneifel steigen auch im kommenden Jahr nicht. Nachdem sie zuvor sechs Jahre in Folge gesunken waren, haben sie 2012 ein Niveau erreicht, das in diesem Jahr gehalten wurde und auch 2014 gehalten wird.

406 000 Euro Verlust

Das geht aber erneut nur, indem Geld von der hohen Kante genommen wird, um den Verlust nicht durch Gebührenanhebung auszugleichen: 406 000 Euro. Damit sinkt die Rücklage auf noch rund 700 000 Euro. Einem Aufwand von rund 4,4 Millionen Euro stehen 2014 nur Erträge von rund vier Millionen Euro entgegen. Dieses Jahr lag der Verlustausgleich noch bei 230 000 Euro. Hauptgrund für die Verschlechterung sind die neuen Verträge mit Abfuhrunternehmen, die von Anfang 2014 bis Ende 2018 gelten. Partner für die Abfuhr von Rest-, Sperr- und Biomüll ist weiterhin die Remondis AG aus Lünen, der fürs Altpapier die Nordwestdeutsche Papierrohstoff GmbH mit Sitz in Mayen. Diese war im Kreis aber bereits als Subunternehmer von Vertragspartner Sita Deutschland GmbH aus Köln tätig.

"Insgesamt werden die Konditionen etwas schlechter für uns", sagte Reinhard Adrian, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Kreises. Es gibt aber auch Ausnahmen. So rechnen die Dauner Abfallmanager dank der neuen Verträge mit höheren Einnahmen aus dem Verkauf von Altpapier. Haben sie bislang 50 Euro pro 1000 Kilogramm bekommen, sind es laut Kalkulation ab kommendem Jahr 108 Euro.

Weniger Altpapier

Aber: Trotz der flächendeckenden Einführung der Altpapiertonne ab 2014 (24 500 Gefäße), die es seit 2009 nur in den Städten Daun und Gerolstein gab (3500 Gefäße), wird mit einem geringeren Aufkommen gerechnet. Wurden in diesem Jahr 5000 Tonnen gesammelt und davon 4150 Tonnen (83 Prozent) verkauft, wird nur noch mit 4500 Tonnen (3735 Tonnen) kalkuliert. Adrian sagte: "Die elektronischen Medien verringern das Papieraufkommen."

Ansonsten bleibt das Aufkommen im Kreis in etwa gleich: Es gibt 24 400 Restmülltonnen, mit denen jährlich fast 8800 Tonnen Hausmüll gesammelt werden. Hinzu kommen 11 400 Biomüllgefäße, mit denen 4000 Tonnen (2013: 4300 Tonnen Müll) eingesammelt werden. Egon Schommers (SPD) appellierte daher an jeden Bürger, fleißig Altpapier zu sammeln: "Je mehr zusammenkommt, desto eher können wir die Gebühren stabil halten."
Dass das nicht auf Dauer klappen wird, prognostizierte Landrat Heinz-Peter Thiel (parteilos): "Ein Ausgleich über Rücklagen-Entnahme wird nicht mehr allzu oft funktionieren. In zwei, drei Jahren werden wir sicherlich über eine Gebührenerhöhung reden müssen." Denn es gäbe Tendenzen, dass die Abfallentsorgung in den kommenden Jahren um bis zu 35 Prozent teurer werde - weil es immer weniger Anbieter gebe.

Gebührenbeispiele 2014: Ein Ein-Personen-Haushalt mit Biotonne muss 92 Euro zahlen, von 2006 bis 2011 lagen die Gebühren stets über 100 Euro. Ohne Biotonne sind es 59 Euro (2006: 87 Euro, 2010: 74 Euro). Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit Biotonne fallen 156 Euro an (2006: 188 Euro, 2010: 167 Euro. Ohne Biotonne sind es 99 Euro (2006: 143 Euro, 2011: 110 Euro). Gewerbetreibende zahlen mit Biotonne 115 Euro (2006: 138 Euro, 2010: 127 Euro) und ohne Biotonne 62 Euro (2006: 98 Euro, 2010: 74 Euro). Ein Müllsack kostet zwei Euro. mh

 
 

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